Sucht
In unserer Themenwelt Sucht erfahren Sie, welche Stoffe und Verhaltensweisen süchtig machen können, welche Faktoren die Entstehung einer Sucht beeinflussen und welche Behandlungsoptionen es gibt. In der folgenden Übersicht finden Sie eine Auswahl unserer nächsten Topthemen aus der Themenwelt Sucht.
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FAQ
Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Alltagsdrogen? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.
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Rauchen: Warum ist das Aufhören so schwer?
"Mit dem Rauchen aufhören ist ganz leicht: Ich mach es schon zum 20sten Mal." Aber jetzt mal im Ernst: Ist es wirklich so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?
Viele erfolgreiche Ex-Raucher berichten, dass es viel einfacher war, als zunächst befürchtet. Die körperlichen Entzugserscheinungen können mit etwas Ablenkung überspielt werden bzw. lassen sich wie eine Unpässlichkeit auch mal aushalten (jede Nacht macht der Raucher einen Entzug durch, ohne dadurch beeinträchtigt zu sein). Die meisten Schwierigkeiten entstehen durch die vielfältigen täglichen Rauchsituationen, in denen der Raucher sich "umprogrammieren", d.h. bewusst neue Gewohnheiten ohne Zigarette bilden muss. Leicht fällt dies allen Rauchern, die die Mechanismen der Nikotinabhängigkeit erkannt haben und verstehen, dass die vermeintlich positiven Effekte (Konzentration, Genuss, Entspannung) auf der Nikotinabhängigkeit beruhen. Wenn die Erfolgsquote bei spontanten Aufhörversuchen recht niedrig ist, so liegt dass in der mangelhaften inneren Vorbereitung auf das neue Ziel: Wieder als Nichtraucher zu leben.
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Wie verläuft eine Therapie, die Medikamentenabhängige behandelt?
Welche Therapie ist bei der Behandlung von Medikamentenabhängigkeit am Effektivsten?
Die Therapie einer Arzneimittelabhängigkeit ist zumeist ein langwieriger Prozess. In der ersten Phase stehen die Entgiftung und Behandlung auftretender Entzugssymptome (z.B. Unruhe, Angst, Kreislaufstörungen) im Vordergrund. Wegen der Einlagerung vieler Wirkstoffe im Fettgewebe kann dies mehrere Monate dauern. Anschließend sind Beratungs- und Therapieangebote von zentraler Bedeutung, um die psychische Abhängigkeit zu behandeln und Kompetenzen für ein Leben ohne Suchtstoffe zu vermitteln. In der dritten Phase ist eine qualifizierte Nachsorge durch ambulante Beratungsstellen und Praxen wichtig, um den Therapieerfolg langfristig zu sichern.
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Wann ist man medikamentenabhängig?
Woran kann ich festmachen, ob mein Medikamentenkonsum oder der eines Freundes Suchtcharakter hat?
Der Prozess des Abhängigwerdens verläuft schleichend. Der Missbrauch beginnt dort, wo ein Medikament über die Verordnung bzw. Anweisungen des Beipackzettels hinaus eingenommen wird. Das heißt, über einen längeren Zeitraum oder in einer höheren Dosis, als vom Arzt oder Apotheker empfohlen. Die allgemeine Suchtdefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann auch genutzt werden, um zu bewerten, ob man medikamentenabhängig ist. Laut ihr ist Sucht gekennzeichnet durch vier Kriterien: 1) Ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels 2) eine Tendenz zur Dosissteigerung 3) die psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung des jeweiligen Suchtstoffes 4) die Schädlichkeit für den Konsumenten und/oder die Gesellschaft.
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Unterscheiden sich Medikamente bezüglich des Risikos, abhängig zu werden?
Bei illegalen Drogen sagt man den verschiedenen Substanzen ein unterschiedlich großes Suchtpotential nach. Ist das bei Medikamenten ähnlich?
Medikamente, die auf das Zentrale Nervensystem wirken haben das größte Suchtpotential. Dies sind vor allem Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Schlafmittel und Stimulanzien. Eine Reihe solcher Arzneien führt auch zu einer körperlichen Abhängigkeit, die sich darin äußert, dass das Medikament in einer immer höheren Dosierung konsumiert wird und bei ausbleibender Einnahme Entzugssymptome auftreten. Bei längerfristiger Einnahme kann es zu paradoxen Reaktionen kommen, z.B. zu chronischem ("medikamenteninduziertem") Kopfschmerz bei Missbrauch von Migränepräparaten. Eine psychische Abhängigkeit kann auch bei Medikamenten auftreten, die kein Potential für eine körperliche Abhängigkeit in sich tragen.
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Wie viele Medikamentenabhängige gibt es in Deutschland?
Für Medikamentensucht wird eine hohe Dunkelziffer angenommen, weswegen sie auch als "Stille Sucht" bezeichnet wird. Gibt es zumindest ungefähre Zahlen, wie viele Menschen in Deutschland unter einer Medikamentensucht leiden?
Nach Einschätzung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen gibt es in Deutschland rund 1,4 Mio. Medikamentenabhängige, das entspricht ca. zwei Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Medikamentenabhängigen ist damit annähernd so groß wie die der Alkoholabhängigen (ca. 1,7 Mio. Betroffene).
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Wann ist das Verlangen nach einer Zigarette vorbei?
Wie lange dauert es, bis der Wunsch nach einer Zigarette verschwindet und wie lange dauert es, damit man komplett vom Nikotin entwöhnt ist?
Wie lange es dauert, bis der Wunsch nach einer Zigarette verschwindet, hängt von der Stärke der körperlichen und psychischen Abhängigkeit ab. Um die eigene Nikotinabhängigkeit zu überprüfen, kann man auf der Website des "Arbeitskreises Raucherentwöhnung" den Fagerström-Test beantworten. Kann man die positiven Veränderungen sehen, die das Nichtrauchen mit sich bringt, wird es einem vermutlich schon nach kurzer Zeit leicht fallen, dem Rauchen zu entsagen. Sieht man jedoch nur den Verzichtsaspekt, ist es schwieriger sich zu motivieren und das Rauchverlangen zu überwinden.
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Was ist beim Aufhören mit dem Rauchen besser - mit einem Schlag aufhören oder langsam reduzieren?
Ist ein sofortiger Rauchstopp leichter zu bewältigen, als eine schrittweise Entzugsmethode?
Ein sofortiger Rauchstopp ist eindeutig einfacher. Beim Reduzieren müssen Sie sich längere Zeit mit dem körperlichen Nikotinschmacht auseinandersetzen und psychologisch gesehen sind Sie ständig auf Warteposition für die nächste Zigarette. Durch die langen Rauchpausen wird die einzelne Zigarette subjektiv um so wertvoller und damit die Motivation, darauf zu verzichten, sehr schwer.
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Ist das Einstiegsalter für den Grad der Abhängigkeit entscheidend?
Fällt einem das Aufhören vom Rauchen schwerer, wenn man früh mit dem Rauchen angefangen hat, oder spielt das Einstiegsalter für den Ausstieg keine Rolle?
Psychologisch gesehen: wer früh anfängt, hat verhältnismäßig mehr Zeit seines Lebens geraucht als ein Späteinsteiger. Er kann sich schwerer vorstellen, dass es auch ohne geht. Aber auch für Frühstarter gilt: So wie man sich das Rauchen angewöhnt hat, kann man sich ganz bewusst auch wieder umgewöhnen bzw. entwöhnen.
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Welche Symptome können beim Nikotinentzug auftreten?
Welche Symptome können beim Nikotinentzug auftreten? Unterscheiden sie sich von anderen bekannten Entzugssymptomen?
Der Entzug ist bei der Nikotinabhängigkeit unproblematisch im Vergleich zu anderen Drogen. Es ist in der Regel nur ein Leere oder ein Schmachtgefühl im Oberbauch (jede Nacht macht der Raucher den Entzug ein wenig durch). Auf emotionaler Ebene reagieren Sie irritiert, mit Unruhe oder Unzufriedenheit. Diese Sympome verschwinden, wenn sich die Nerven nach wenigen Tagen umgewöhnt haben und der Raucher sich bewusst auf Lebenssituationen ohne Zigarette einstellt.
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Wie kann man am Besten mit dem Rauchen aufhören?
Welche Möglichkeiten gibt es, um mit dem Rauchen aufzuhören?
Die meisten erfolgreichen Rauchstopps beruhen auf der "Schlusspunktmethode". Hier ist eine gute Vorbereitung mit Hilfe eines Buches oder eines Seminarangebotes zur Tabakentwöhnung hilfreich. Dabei werden vor allem Glaubenssätze des Rauchens und die Mechanismen der Sucht thematisiert. Dies hilft dem Raucher zu erkennen, welche Gedankengänge ihn zum Rauchen verleitet haben. Wichtig ist die Erkenntnis, dass es einem als Nichtraucher an nichts fehlt. Die Zigarette gibt nichts, was sie nicht vorher durch die Nikotinschmacht genommen hat. Nikotinersatzpräparate sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Sie verabreichen dem Körper weiterhin ein hochgiftiges Nervengift und sind daher bei bestimmten Vorerkrankungen ohnehin tabu. Sie können allenfalls die ohnehin nicht schlimme "körperliche Schmacht" überspielen. Dafür müssen Sie sich über einen längeren Zeitraum täglich mit dem Thema Tabakentwöhnung befassen und die psychologische Seite der Entwöhnung bleibt unberührt.
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Gibt es eine konkrete Definition von Abhängigkeit?
Abhängigkeit ist ja ein weit verbreiteter Begriff. Was heißt das aber genau? Gibt es eine konkrete Definition von Abhängigkeit?
Ja, die gibt es, aber die ist sehr umständlich, da sie für ein Fachpublikum formuliert wurden.
Ein Abhängigkeitssyndrom ist nach dem ICD 10 (International Classification of Diseases) folgendermaßen definiert:- 1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, psychotrope Substanzen (Substanzen, die auf die Psyche einwirken) zu konsumieren.
- 2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums.
- 3. Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums.
- 4. Nachweis einer Toleranz (Gewöhnung): Um die ursprünglich durch niedrigere Dosen erreichten Wirkungen der psychotropen Substanz hervorzurufen, sind zunehmend höhere Dosierungen erforderlich.
- 5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums, erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
- 6. Anhaltender Substanzkonsum trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen.
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Was ist Co-Abhängigkeit?
Die Gefahren und Gesundheitsrisiken, die mit Sucht und Abhängigkeit einher gehen, sind vielen bekannt. Aber wie verhält es sich mit Co-Abhängigkeit und was ist darunter überhaupt zu verstehen?
Der Begriff Co-Abhängigkeit wird leider recht undifferenziert verwendet. In erster Linie werden damit Personen beschrieben, die ein zwanghaftes Bedürfnis nach Zuwendung, Aufmerksamkeit und Bestätigung haben und ihr gesamtes Selbstwertgefühl von den Reaktionen ihrer Umwelt abhängig machen. Häufig wird er aber auch im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen verwendet, dort bezieht er sich auf Menschen, die als Angehöriger oder Freund mit Abhängigen zu tun haben und sich mit der Zeit immer mehr vom Verhalten des Suchtkranken abhängig machen.
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Alkohol im Winter - Stimmt es, dass Alkohol von innen wärmt?
Alkohol wird immer wieder auch gegen Kälte getrunken. Was ist dran an seiner wärmenden Wirkung?
Alkohol erweitert die peripheren Gefäße des Blutkreislaufes. Das sorgt beim Konsum für ein Wärmegefühl. Die natürliche Regulierung des Wärmehaushalts wird dabei außer Kraft gesetzt. Zugleich wirkt Alkohol betäubend, selbst bedrohliche Kälte wird im Extremfall nicht mehr wahrgenommen. Alkohol kann das subjektive Wärmeempfinden also durchaus steigern, was aber gerade bei kalten Temperaturen gefährlich sein kann und auch zu deutlich schlimmeren Erkrankungen als lediglich einer Erkältung führen kann.
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Was bedeutet es, wenn behauptet wird, Nikotin mache doppelt abhängig?
Was bedeutet es, wenn behauptet wird, Nikotin mache doppelt abhängig?
Neben der körperlichen Abhängigkeit vom Nikotin besteht beim Rauchen vor allem auch eine psychische Abhängigkeit, die sich darin äußert, dass man glaubt, sich ohne Zigarette nicht richtig entspannen oder Stress abbauen zu können. Weil für das Suchtpotential von Nikotin beide Komponenten eine wichtige Rolle spielen, spricht man von einer doppelten Abhängigkeit.
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Warum sind mehr Frauen als Männer medikamentenabhängig?
Medikamentenabhängigkeit wird oft als die Sucht der Frauen beschrieben. Stimmt das mit den tatsächlichen Zahlen überein? Was könnten die Hintergründe sein?
Etwa zwei Drittel aller Medikamentenabhängigen sind Frauen. Dies erklärt sich dadurch, dass die meisten Frauen schon ab dem Jugendalter regelmäßige (Frauen-)Arztkontakte haben und normale biologische Vorgänge wie Schwangerschaft, Regelblutung oder Menopause zunehmend pathologisiert werden. Dementsprechend werden Frauen früher und häufiger als Männer mit Medikamenten als "Problemlösern" vertraut gemacht.
Fit von klein auf -
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