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FAQ
Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Attachment Parenting? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.
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Stillen nach Bedarf
Mein Kind hängt mir ständig an der Brust ? wäre es nicht besser einen konkreten Stillplan einzuhalten?
Nicht für das Kind! Man sollte sich bewusst machen, dass Stillen mehr als nur Nahrungsaufnahme ist. Das Baby hat direkten Hautkontakt zur Mutter, das Nuckeln beruhigt es, genauso wie die Milch an sich. Mutter und Kind können sich dabei in die Augen schauen, sofern das Kleine diese nicht genüsslich schließt und wenige Sekunden später selig einschlummert. Es geht also bei Weitem nicht nur darum ein Sättigungsgefühl herbeizurufen. Stillen bedeutet für das Kind Geborgenheit.
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Familienbett
Warum muss mein Kind mit mir in einem Bett schlafen?
Definitiv ist das Schlafen im Familienbett kein ?MUSS?. Allerdings ist es eine schöne Möglichkeit um die Bindung zwischen Eltern und Kind zu stärken. Es hat auch einen praktischen Aspekt. Wird das Kind wach, braucht die Mutter nicht erst lange aufstehen, um es zu stillen und kann direkt weiterschlafen. Das Baby fühlt sich in der Nähe seiner Eltern sicher und geborgen und schläft dadurch in der Regel auch viel besser.
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Tragen
Warum soll ich mein Kind immer mit mir rumschleppen?
Weil es sich so sicher und geborgen fühlt. Das Tragen ist eine optimale Möglichkeit des Bindungsaufbaus zwischen Mutter/Vater und ihrem Kind. Fast nichts ist wichtiger für ein Baby, als seine Bezugsperson bei sich zu haben, ihre Nähe & Wärme zu spüren, den Herzschlag zu hören. Neun Monate lang wurde es im Bauch der Mutter getragen ? dieser Zustand ist also etwas ganz Natürliches und Beruhigendes für das Kind. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Kinder nach wenigen Minuten im Tragetuch glücklich und geborgen einschlummern. Außerdem hat das Tragen einen wertvollen praktischen Nutzen. Steckt das Baby friedlich und zufrieden im Tuch oder in der Trage, hat die Mutter die Hände frei und kann nebenbei prima andere Sachen erledigen.
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Schreien
Weshalb schreit mein Baby?
Weil es keine andere Möglichkeit hat, sich mitzuteilen. Schreien ist Kommunikation. Wenn ein Baby weint, dann hat es ein Bedürfnis ? vllt. hat es Hunger oder seine Windel ist voll, vllt. möchte es aber auch nur sichergehen, dass seine Mutter noch da ist, sie spüren und im Arm gehalten werden. Das Schreien ist für Babys überlebenswichtig, für die Eltern ist es das Signal, dass dem Kind etwas fehlt. Leider fällt noch immer viel zu häufig der Satz: ?Babys schreien nun mal.? Das stimmt zwar, allerdings steckt dahinter grundsätzlich ein Bedürfnis, das es zu erfüllen gilt. Schreien lassen ist daher fatal und könnte schwerwiegende Folgen für die (psychische) Entwicklung des Babys haben.
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Verwöhnen
Wird mein Kind nicht verwöhnt, wenn ich ihm immer sofort jeden Wunsch erfülle?
Die Angst sein Kind zu verwöhnen sitzt tief. Jahrzehnte war das Bild von Erziehung ein strenges, dass Gehorsam und bisweilen Unterwürfigkeit von den Kindern verlangte. AP geht einen anderen Weg und ist der Meinung ? ein ?Zuviel? an Liebe gibt es nicht. Man kann sein Kind nicht zu sehr lieben. Auch muss man unterscheiden zwischen Bedürfnissen und Wünschen. Einem Kind seine Bedürfnisse zu erfüllen, ist die naturgegebene Aufgabe einer jeden Mutter und eines jeden Vaters ? dabei geht es um natürliche Bedürfnisse wie bspw. zu essen, zu schlafen, Geborgenheit zu spüren und Nähe zu bekommen. Wenn ein Baby weint hat es ein Bedürfnis. Dieses herauszufinden und zu befriedigen liegt in der Verantwortung seiner Eltern und hat mit Verwöhnung nichts zu tun.
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Bausteine
Auf welche Grundlagen baut Attachment Parenting?
Es gibt sieben grundlegende Idealvorstellungen, die das Attachment Parenting ausmachen. Grundsteinleger Sears spricht hier von den ?7 Baby-B's?, was darauf zurückzuführen ist, dass die Begriffe im Englischen mit dem Buchstaben ?B? beginnen. Dabei handelt es sich um: ? die natürliche Geburt (sofern medizinisch möglich) und die Aufnahme des Körper- und Augenkontaktes zwischen Mutter und Kind direkt nach der Geburt ? Stillen nach Bedarf ? häufiges Tragen des Babys (Tragetuch, Babytrage) ? dem Baby vertrauen ? sofort trösten, wenn es weint ? Schlafen im Familienbett ? Geborgenheit ? keine Schlaftrainings anwenden (nicht schreien lassen) ? Balance ? gut überlegen wann ein ?Ja? und wann ein ?Nein? nötig ist
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Begriff
Was ist Attachment Parenting?
Im Deutschen sagt man statt ?Attachment Parenting? häufig ?Bindungsorientierte -? oder ?Bedürfnisorientierte Erziehung?. Und genau das ist es auch. Sie ist auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtet und zielt darauf ab die Bindung zwischen Eltern und Kind zu fördern. Der Begriff ?Attachment Parenting? stammt ursprünglich von dem amerikanischen Kinderarzt William Sears. Insbesondere mithilfe seiner Bücher ist er der bedeutendste Vertreter und Lehrmeister dieser Erziehungsmethode.
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