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Slow Food: Mehr als das Gegenteil von Fast Food

Slow Food – diesen Begriff hat fast jeder schon einmal gehört. Aber wissen Sie, was sich konkret dahinter verbirgt? Viele Menschen nehmen die Übersetzung wörtlich und sind überzeugt: „Slow Food ist langsames Essen, praktisch das Gegenteil zu Fast Food“. Das ist nicht falsch, es geht aber um viel mehr als um die Geschwindigkeit beim Essen.

Bild: © Corbis
© Corbis

„Slow Food“ entstand als Gegenbewegung zu „Fast Food“ und steht für genussvolles, bewusstes und regionales Essen. Um es zu fördern, setzt sich die internationale Bewegung unter anderem für eine nachhaltige Herstellung von Lebensmitteln und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt ein. Das internationale Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt zum Beispiel weltweit rund 4.800 regional wertvolle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden.


Die Ziele einer verantwortungs- und genussvollen Ernährung werden in den drei Grundsätze der Slow Food-Bewegung zusammengefasst: gut, sauber und fair. Sie wollen wissen, ob Ihre Ernährungsgewohnheiten mithalten können? Machen Sie den Check!


Gut, sauber und fair


„Gut“ bedeutet im Sinne von Slow Food „wohlschmeckend, nahrhaft, frisch, gesundheitlich einwandfrei, die Sinne anregend und befriedigend“. Es steht für Produkte, die noch Eigengeschmack haben, die Förderung von alten Sorten und Rassen und ein saisonales Angebot von regionalen Produkten.


„Sauber“ meint laut Slow Food Deutschland e.V. „hergestellt, ohne die Ressourcen der Erde, die Ökosysteme oder die Umwelt zu belasten und ohne Schaden an Mensch, Natur oder Tier zu verursachen“. Es bedeutet eine verantwortliche Landwirtschaft, artgerechte Haltung und Aufzucht von Tieren und traditionelles Lebensmittelhandwerk ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker.


„Fair“ heißt „die soziale Gerechtigkeit achtend, mit angemessener Bezahlung und fairen Bedingungen für alle — von der Herstellung über den Handel bis hin zum Verzehr“.


Tafelrunden


Wie sieht Slow Food nun in der Praxis aus? Sind es frische Bio-Lebensmittel aus der Region, Fairtrade-zertifiziert und selbst zubereitet? Ja, das ist der Idealfall. Darüber hinaus geht es bei Slow Food um den sozialen Aspekt – das genussvolle, gemeinsame Essen. In den Slow-Food-Gruppen, die es fast überall in Deutschland gibt, wird diese Esskultur gepflegt und gelebt. Die sogenannten Convivien (vom lateinischen Wort convivium, die Tafelrunde) treffen sich, um gemeinsam zu kochen und zu essen.


Der Gesundheitsaspekt


Slow Food setzt auf Genuss, Qualität und sich Zeit nehmen. Das tut auch der Gesundheit gut. Denn Anhänger der Bewegung essen nicht nur geschmackvoller, sondern auch vitaminreicher und gesünder als jemand, der unter Zeitdruck zum schnellen Snack greift.


Slow Food bildet übrigens auch weiter und macht Kinder wie (junge) Erwachsene schlau in Sachen Geschmacksbildung. Dazu gehören Besuche auf Bauernhöfen und in Produktionsstätten, Konferenzen und Workshops. Wer mehr über Slow Food Deutschland wissen möchte, schaut sich am besten mal auf deren Internetseiten um unter www.slowfood.de.

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