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Bluthochdruck – Wenn das Herz höher schlägt

Frühzeitige Erkennung und konsequente Behandlung sind nötig, um sich vor gefährlichen Folgeerkrankungen und Organschäden zu schützen.

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Jeder vierte Deutsche leidet darunter - oft ohne es zu wissen. Bluthochdruck (medizinisch: Hypertonie) tut nicht weh, verursacht kaum Beschwerden und ist dennoch gefährlich: Unbehandelt führt er zu massiven Schäden an den Blutgefäßen, zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stellt einen Risikofaktor für Demenz dar und beeinträchtigt die Nierenfunktion. Ein zu hoher Blutdruck ist damit die weltweit größte Gesundheitsgefahr, wie eine internationale Studie ergab. Lassen Sie es nicht so weit kommen! Es gibt effektive Mittel und Wege, um dem vorzubeugen.

Hypertonie - wann wird es brenzlig?

Das Herz schlägt schneller und pumpt infolgedessen mehr Blut durch die Adern: Was kurz vor dem WM-Tor normal ist, wird auf Dauer zum Gesundheitsrisiko. Ab Messwerten von 140/90 mmHg (Maßeinheit zur Blutdruckmessung: Millimeter Quecksilbersäule) wird es kritisch! Wer ständig „auf 180" ist und sein Herz belastet, sollte dringend das Tempo drosseln und mit seinem Arzt sprechen. Unverzüglich zum Arzt gehen sollte man ebenfalls bei akuten Schwindelgefühlen und plötzlich auftretenden Sehstörungen. Generell sind die Symptome bei Bluthochdruck eher allgemeiner Natur und können auch auf andere Krankheitsbilder hinweisen: Kopfschmerzen, Herzklopfen oder -stolpern, Nervosität und Schlafstörungen können erste Warnsignale sein.

Risikofaktoren - Wer ist betroffen?

Besonders bluthochdruckgefährdet sind ältere Menschen, mit zunehmendem Alter steigt die Erkrankungshäufigkeit. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine große Rolle bei der Entwicklung eines Bluthochdrucks: Kinder von Hypertonikern haben ein 2 bis 3-fach erhöhtes Risiko zu erkranken.

Weitere Risikofaktoren, die den Blutdruck in die Höhe treiben, betreffen die Lebensweise:

• Übergewicht

• Mangel an Bewegung

• Stress

• hoher Salzkonsum

• Östrogene (z.B. in der Antibabypille oder Hormonpräparaten in den Wechseljahren)

Was können Betroffene tun?

Medikamente können den Blutdruck senken, doch besser, als sich darauf zu verlassen ist die Vorsorge: Sie können selbst viel tun, um eine Besserung herbeizuführen. Bewegungsmangel, Alkohol und vor allem Stress spielen neben der Veranlagung eine entscheidende Rolle. Hier unsere Tipps:

• Überdenken Sie ihren Tagesablauf. An welcher Stelle können Sie etwa 30 min für Ausdauersport (Krafttraining, schwimmen, walken..) einplanen? Bei regelmäßiger Ausübung sind deutlich bessere Blutwerte garantiert! Der Blutdruck sinkt um 5-10 mmHg und es gibt noch eine Vielzahl anderer positiver Nebeneffekte.

• Jedes Kilo Übergewicht erhöht den Blutdruck um ein bis zwei mmHg. Falls die Waage zu viel anzeigt: In unserem Top-Thema „Gesund zum Wohlfühlgewicht" gibt es wertvolle Hinweise zum Abnehmen.

• Stress, Ärger in der Familie, im Job oder Geldsorgen können der Auslöser sein. Auch hier wirkt Sport als „Stresskiller". Bei aktiven Entspannungsmethoden wie Autogenem Training oder sanftem Yoga lässt der Druck nach. Aber am Wichtigsten: Arbeiten Sie an der Bewältigung Ihrer Probleme!

• Reduzieren Sie die Kochsalzzufuhr! Neben salzarmer Ernährung sind bei Bluthochdruck reichlich Obst und Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Salat, frischer Fisch, Oliven- ,Raps- oder Sonnenblumenöl, frische Kräuter wie Petersilie, Trockenobst, Nüsse oder Mandeln zu empfehlen.

• Knoblauch wird eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt: In einigen Studien konnte der Wert deutlich gesenkt werden. Täglich ein Gläschen Rote-Bete-Saft, 3-5 Tassen Grüner Tee, eine Handvoll Goji-Beeren oder ein Stück dunkler Schokolade (ab 50% Kakaoanteil) sollen zusätzlich eine positive Wirkung haben, bewiesen ist das allerdings nicht.

• Sind Sie auf Medikamente angewiesen, ist es oft ein langer Weg, die passenden, die Ihnen helfen, zu finden. Achten Sie auf die Nebenwirkungen!

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